Gründung des Monats: Aimino

VERÖFFENTLICHT AM
08.06.2022
Autor
Daniela Musial-Lemberg
Kategorie
Gründer des Monats
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Wofür steht euer Unternehmen?

Wir von Aimino bringen maschinelles Lernen in reale Produkte und statten sie mit smarten Funktionen aus.

Unser Fokus liegt darin, nicht nur Hochleistungs-KI-Systeme den Endanwendern zur Verfügung zu stellen. Die Nutzer können mit unserem Toolkit bedarfsgerecht synthetische Daten erzeugen, sodass sie in der Realität mehrere Größenordnungen weniger Daten sammeln müssen. Wir beobachten eine Reduktion des Datenbedarfs um 90-99% im Vergleich zu traditionellen Anbietern. Die automatisierte Datensäuberung bei uns reduziert zudem den menschlichen Aufwand in Machine-Learning-Projekten erheblich.

 

Wo und wie kam euch die zündende Idee zur Gründung?

Unser Mitgründer Tam hat im Bereich der künstlichen Intelligenz bei Bosch und an der Uni Freiburg promoviert. Anschließend war er als KI-Forscher bei Google AI für verschiedene smarte Applikationen zuständig. Er merkte, dass die Datensätze, die für die KI-Anwendungen genutzt werden sollten, zumeist in ihrer Qualität und Quantität unzureichend waren. Dies spiegelte sich negativ in der Leistung der KI-Anwendungen wider, da die eingesetzten Daten eine Grundsäule dieser Anwendungen bilden und maßgeblich ihren technischen Mehrwert bestimmen. Mit dieser Tatsache und der potenziellen Lösung dieser Problematik mithilfe von synthetischen Daten ist das Feuer zur Gründung entfacht worden.

Wie hat sich das Gründungsteam zusammengefunden?
Das Gründungsteam hat sich bereits vor etwa 10 Jahren während des damaligen Informatikstudiums am KIT kennengelernt.

 

Wo seht ihr die Hürden beim Gründungsprozess? Wo habt ihr euch Unterstützung geholt?
Der Gründungsprozess samt der Verwaltung sind für Gründer etwas aufwändig. Jedoch haben wir die Herausforderungen erfolgreich gemeistert. Profitiert haben wir von den Tipps aus diversen Start-up Förderprogrammen, dem KIT, unserem Professor Tamim Asfour und unseren befreundeten, erfolgreichen Gründern.

 

Was war in der Gründungsphase eine eurer größten Herausforderung?
Die so steile Lernkurve im Startup war vorher für uns schwer vorstellbar. Wenn wir die Ansprüche an uns und an unsere Arbeit konstant hochhalten, können wir die steile Lernkurve über einen längeren Zeitraum hinweg im Startup beibehalten.

Hatte Corona bisher einen Einfluss auf euren Start-up/ Branche und wenn ja, welche?

Auch Corona hatte Einfluss auf unser Start Up, sei es durch die Homeoffice Pflicht oder die Kürzung von Budget bei unseren potenziellen Kunden.

 

Welche Eigenschaft sollte man aus eurer Sicht als Gründer*in mitbringen?

Ehrgeiz, Ausdauer, eine hohe Frustrationsgrenze und Hartnäckigkeit.

Habt ihr ganz praktische Tipps für andere junge Unternehmensgründer*innen?

Scheut euch nicht davor, eure Ideen und Visionen umzusetzen. Lasst euch hierbei nicht von Rückschlägen entmutigen, denn diese gehören dazu. Lernt aus den Rückschlägen und nutzt diese als Gelegenheit um daran zu wachsen. Ihr werdet sicherlich während eurer Aktivitäten Entscheidungen treffen müssen, die eure Richtung auch mal dramatisch ändern können. Dies ist aber ebenfalls ein normaler Prozess, um am Ende euer Produkt- Market-Fit zu finden und erfolgreich zu sein.

 

Was würdet ihr aus heutiger Sicht vielleicht anders machen/angehen?

Wir würden uns mehr auf die Wertschöpfung durch künstliche Intelligenz fokussieren. Forschung darf kein Selbstzweck sein. Der Transfer in die realen Produkte und Anwendungen gelingt durch durchgehenden Fokus auf Kundennutzen in der Endanwendung.

Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus? Was sind eure nächsten großen Meilensteine?

Unser Ziel für die Zukunft ist es weiterhin zu wachsen und dabei zu helfen den Durchbruch der künstlichen Intelligenz in der Industrie und Gesellschaft zu unterstützen. Unser nächster großer Meilenstein ist es unser Software Tool „Amelia“ so zu verfeinern, dass unsere Kunden unser Tool eigenständig nutzen können, um synthetische Daten zu generieren und Daten automatisiert zu säubern.

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