Revolutionierung der Aktuation mit Formgedächtnislegierungen
memetis
memetis
Industrietechnik
2017
Das Produkt
„Wo andere Lösungen an ihre Grenzen der Miniaturisierung stoßen, setzen die Lösungen von memetis an.“
Dieses Versprechen prägt die Philosophie des Karlsruher Deep-Tech-Unternehmens memetis. Mit einem klaren Fokus auf Mikroventile und Chipaktoren aus Formgedächtnislegierungen bedient memetis diverse Branchen – von Biowissenschaften über Diagnostik bis hin zur Raumfahrttechnologie.
Technische Einblicke: Formgedächtnislegierungen erklärt
Stell dir ein Metallstück vor, geformt etwa wie ein Stern oder als glatte, dünne Folie. Dieses Metall ist eine spezielle Legierung, typischerweise aus Nickel und Titan. Im kalten Zustand ist es leicht formbar. Doch wird es erhitzt, etwa durch einen elektrischen Impuls, „erinnert“ sich die Legierung an ihre ursprüngliche Form, den Stern, und kehrt eigenständig dazu zurück. Diese Eigenschaft nutzt memetis gezielt in der Technik, insbesondere bei Aktoren, die präzise Bewegungen in verschiedenen Geräten steuern.
FAKTEN
01 memetis ist ein Spin-Off des KIT
02 Entwicklung hochkompakter Systeme, die um den Faktor 2-5 kleiner sind
03 Systeme arbeiten mit integrierten aktiven Komponenten, anstatt Schaltfunktionen auszulagern
USP
Was macht memetis so einzigartig?
Gegenüber anderen am Markt angebotenen Lösungen bieten diejenigen von memetis dabei eine große Bandbreite an Vorteilen. So sind diese zunächst hochkompakt und energieeffizient, darüber hinaus besonders anpassbar und proportional anpassbar. Insbesondere im medizinischen Einsatzbereich kommt zusätzlich noch zum Tragen, dass die von memetis entwickelten Lösungen zudem überwiegend geräuschlos betrieben werden können.
Für seine Kunden deckt das Unternehmen dabei von Entwicklung, Service und Produktion bis hin zur Qualitätssicherung alle denkbaren Anforderungen ab.
Die Erfolgsgeschichte von memetis als Spin-Off des KIT steht beispielhaft dafür, wie der Transfer von wissenschaftlicher Forschung hin zu einem marktreifen Produkt erfolgreich gelingen kann.
Wirtschaftsministerin
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Die Gründungsstory
Die Gründer lernten sich während ihrer Promotion am KIT kennen. Ihre Begeisterung für Formgedächtnislegierungen und deren mögliche Anwendungen in der Praxis brachte sie im Jahr 2017 schlussendlich zu der Entscheidung, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Mit memetis sehen sie die Möglichkeit, die eigenen Forschungsergebnisse einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen und somit einen Mehrwert für die Gesellschaft zu leisten. Wie groß dieser ist, ist noch ungewiss, aber er ist da, so die Gründer. Heute nutzt man zahlreiche tolle Erfindungen im Alltagsleben – da sieht sich memetis in der Pflicht einen Beitrag zu leisten!
Investments, Finanzierungsrunden, Exit
In einer ersten Finanzierungsrunde konnte memetis neben den beiden Hauptinvestoren, dem KIT und dem Hightech-Gründerfonds, weitere Partnern überzeugen.
In einer zweiten Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen seinen neuen Partner, die „Fluid-o-Tech S.r.I. von sich überzeugen. Gemeinsam mit dem italienischen Innovations- und Marktführer für Fluidpumpen möchte memetis „einen Technologieführer im Bereich der formgedächtnisgesteuerten Ventile“ (Zitat aus der entsprechenden Pressemitteilung) aufbauen.
Rat für Gründer von den Gründern
Als Gründer sollte man stets ehrlich und transparent sein – sich selbst, seinem Team, seinen Partnern und Kunden gegenüber. Vertrauen ist eine fundamentale Grundlage, besonders in den Anfangsphasen eines Unternehmens. Es ist wichtig, Visionen und Perspektiven zu haben, doch diese müssen klar und realistisch kommuniziert werden, um Missverständnisse und unrealistische Erwartungen zu vermeiden.
Die Geschäftsführer von memetis
Nach dem Ausscheiden des Wirtschaftsexperten Christoph Wessendorf im Jahr 2021 wird das Unternehmen heute von den drei folgenden Geschäftsführern geleitet.
Co-Founder
Dr. Marcel Gültig
Co-Founder
Dr. Christof Megnin
Co-Founder