Internationale Innovationsförderung trifft Hightech-Expertise
25.09.2025
Emma Schmitt
Backstage
Vom 16. bis 23. September 2025 begrüßte das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) drei technologieorientierte Gründerteams aus Ostafrika am Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV). Der Aufenthalt ist Teil der zweiten Phase des internationalen Innovationsprogramms TECH4Transition – dem sogenannten Soft Landing – und dient der gezielten Weiterentwicklung vielversprechender Hightech-Ideen.
TECH4Transition: Innovationen stärken – weltweit vernetzen
Die insgesamt sechs Teilnehmenden aus Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda wurden als Gewinner der ersten Programmphase von TECH4Transition ausgewählt. Das in Afrika gestartete Innovationsprogramm begleitet technologieorientierte Gründerinnen und Gründer bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte und stärkt langfristig das lokale Innovationsökosystem.
In Deutschland durchlaufen die Teams eine intensive Arbeitsphase:
- Weiterentwicklung ihrer Prototypen,
- Vorbereitung auf Investoren-Pitches,
- Austausch mit Expertinnen und Experten aus dem deutschen Innovationsumfeld.
Ergänzt wird das Programm durch kulturelle Aktivitäten am Wochenende – ein Beitrag zur Förderung des interkulturellen Verständnisses und zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.
Technische Betreuung durch das ITIV
Das ITIV spielt während des Aufenthalts eine zentrale Rolle. Die Doktoranden Felix Frombach (Gruppe Prof. Jürgen Becker), Janik Weis und Markus Lehner (beide Gruppe Prof. Wilhelm Stork) begleiten die Teams bei der technischen Umsetzung ihrer Ideen. Sie stehen als Sparringspartner für komplexe Entwicklungsfragen zur Verfügung und gestalten auch Teile des Rahmenprogramms aktiv mit.
Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Prof. Wilhelm Stork, der den Teilnehmenden wertvolle wissenschaftliche Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Produktideen vermittelte.
Einblick in das deutsche Innovationsökosystem
Während ihres Aufenthalts erhielten die Gründerteams Einblicke in unterschiedliche Forschungs- und Entwicklungsbereiche des KIT sowie in lokale Startup-Ökosysteme. Zu den Programmpunkten gehörten unter anderem:
- Austausch lokalen KIT-Startups
- Einblicke in die Produktentwicklung durch Felix Pfaff vom IPEK – Institut für Produktentwicklung am KIT
- Individuelle Beratungssessions zu Geschäftsmodellentwicklung, Marktstrategien und Prototyping
Diese Begegnungen boten wertvolle Orientierung für die weitere Skalierung der Projekte – sowohl technologisch als auch wirtschaftlich.
Ein gemeinsames Projekt für nachhaltigen Impact
Das Soft Landing am KIT ist Teil des größeren Projekts TECH4Transition, in dem die KIT-Gründerschmiede, das ITIV sowie das Innovations- und Relationsmanagement (IRM) eng zusammenarbeiten. Möglich wird diese internationale Kooperation durch die Partnerschaft mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH).
Gemeinsam verfolgen die Partner ein zentrales Ziel: die nachhaltige Stärkung afrikanischer Innovationsökosysteme durch Wissenstransfer, Capacity Building und internationale Vernetzung.