Gründung des Monats: kimoknow
22.06.2023
Daniela Musial-Lemberg
Gründung des Monats
Alle Objekte erkennen - einfacher und schneller als jemals zuvor! Das Team der KIT-Ausgründung Kimoknow baut dafür eine Plattform auf, die bei der Objekterkennung ganz auf Künstliche Intelligenz (KI) setzt und als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dient.
Wofür steht euer Unternehmen?
Kimoknow steht für die Demokratisierung von Künstlicher Intelligenz. Das heißt für uns, wir haben das Ziel den Zugang zu komplexer Technologie wie der KI-Objekterkennung so weit zu vereinfachen, dass jeder/jede von ihr profitieren kann. So wollen wir Menschen zu mehr befähigen.
Wo und wie kam euch die zündende Idee zur Gründung?
Lukas hat in seiner Bachelorarbeit ein KI-Assistenten gebaut der mittels AR-Brille verschiedene Arbeitsschritte und Bauteile erkennt und somit bei der Montage unterstützt. Dies kam der Montage von IKEA Schränken nahe bei der jeder Schritt erkannt wird und man darauf hingewiesen wird falls etwas nicht am richtigen Platz ist. Das Thema wurde auf der Hannovermesse 2019 präsentiert und das Interesse von unterschiedlichen Unternehmen war daran so groß, dass die Prof. Ovtcharova vom KIT eine Gründung nahegelegt hat und ihre Unterstützung dazu angeboten hat.
Wie hat sich das Gründungsteam zusammengefunden?
Kennengelernt haben wir uns durch die gemeinsame Aktivität am Institut für Informationsmanagement (IMI). Wir haben Schritt für Schritt als Team zusammengefunden. Wir waren tendenziell von Anfang an vom Thema interessiert und teilen die gleiche Version wobei wir uns von speziellen Interessen und Fähigkeiten doch eher komplementieren.
Interview als Podcastfolge auf Spotify
Wo seht ihr die Hürden beim Gründungsprozess? Wo habt ihr euch Unterstützung geholt?
Die größte Hürde ist für sich selber die Entscheidung zu treffen und den Schritt zu wagen. Es scheint alles super viel und ein riesiger Schritt zu sein. Jedoch sobald man einmal startet ist alles halb so schlimm und die Hürde für weitere Gründungen sind quasi nichtmehr existent. Es hilft dabei besonders Leute um sich zu haben die diesen Schritt selbst gemacht haben oder schon Jahre in der Industrie sind. Das Netzwerk der Universität als auch von StartUp Hubs aber auch persönliche Kontakte haben dabei sehr geholfen.
Was war in der Gründungsphase eine eurer größten Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist aus einer guten Idee und ein tolles Potential ein wirkliches Unternehmen zu bauen. Dazu gehört weit mehr als man sich am Anfang vorgestellt hat.
Hat sich seit der formalen Gründung etwas für euch geändert? Und wenn ja, was?
Gegründet hatten wir mit einer klaren Produktvorstellung im Kopf: Einem Augmented Reality Brille als Assistenz für den Werker in Montageprozessen. Wir haben in den vielen kleineren und größeren Projekten aber schnell gemerkt, dass es viele Anwendungen mehr gibt. So sind wir weg von einem spezifischen Produkt und hin zu unserer heutigen Plattform, die all die benötigten Komponenten an einem Ort bereitstellt um individuelle KI-Objekterkennung zu ermöglichen.
Welche Eigenschaft sollte man aus eurer Sicht als Gründerin oder Gründer mitbringen?
Lust und Spaß daran was man macht. Ohne das wird es schwer durchzuhalten. Es wird immer Ereignisse geben die man nicht erwartet hatte. Das kann zur Herausforderung werden. Wenn man daran glaubt was man macht fällt es einem leichter flexibel darauf zu reagieren und sich entsprechend anzupassen. Unvorhergesehenes sollte man dabei immer als Chance sehen.
Frage für unsere Grünungscommunity: Habt ihr ganz praktische Tipps für andere junge Unternehmensgründerinnen oder Unternehmensgründer?
Baut euch so früh wie möglich ein Netzwerk in alle Richtungen auf. Es hilft besonders mit anderen Gründern zu sprechen, die die ein oder andere Challenge bereits hinter sich haben und wiederum die richtigen Leute kennen die euch weiterhelfen. Macht euch außerdem bewusst, mit welchem Ziel ihr gründet und wie ihr euch die Arbeit vorstellt.
Frage für unsere Gründungscommunity: Was würdet ihr aus heutiger Sicht vielleicht anders machen/ angehen?
Nutz eure Kontakte aus Uni, Freunden und Familie. Es sind alle sehr hilfsbereit und es ist immer wieder erstaunlich was sich an Gelegenheiten und Unterstützungen ergeben kann. Haltet nicht zurück jeden den ihr erwischen könnt nach Unterstützung zu fragen. Die meisten sagen Ja.
Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus? Was sind eure nächsten großen Meilensteine?
Wir haben klar den Plan eine wirklich große Firma aufzubauen und den aktuellen Stand der Technik herauszufordern. Dazu ist der nächste Meilenstein mit den ersten Produkten den Markt aufzurütteln und somit eine große Zahl von Leuten mit unserer Vision zu erreichen. Dies bedeutet auch dass wichtige Kunden mit unseren Produkten einen großen Wert für sich generieren können und wir somit immer mehr Kunden diesen Wert erkennen können.
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!
Hört rein in unsere PODCAST-Folge mit Lukas, Aaron und Philipp von kimoknow.